Rovercamp 1999

Erschienen am 12. Juni 2013 in Jahr 1999

Oliver Rathke

 

„The same procedure as every year“

Vom 13. – 15. August 1999 hieß es für sieben Rover: ,,Auf nach Rüthen, es ist wieder Rovercamp-Time!“
Diesmal hatten sich drei Aplerbecker Pfadfinder unserer ,,Autokolonne“ angeschlossen und sich auch zur ,,Untermiete“ angemeldet. Nach der (für einige) langsamen und spaßigen Anreise, haben wir gegen 19.00 Uhr damit begonnen unsere Zelte aufzuschlagen. Aber wie sollte es auch anders sein, für das eine Zelt fehlte (wie immer) eine Stange (dann nehmen wir eben einen kleinen Baumstamm) und für das andere Zelt haben wir eine halbe Ewigkeit gebraucht bis es richtig aufgebaut war (wir haben es ja auch noch nie aufgebaut, ne?!)!

Nach ca. Einer Stunde war das Werk vollbracht, die Sachen verstaut und wir zogen mit unseren Schwedenstühlen zur offiziellen Begrüßung in die Arena. Ach ja, angemeldet hatten wir uns zuvor natürlich auch schon! Gleich nach dem offiziellen Teil haben wir unser mitgebrachtes Buffet geplündert, und anschließend wurde es richtig klassisch.
,,The same procedure as every year“. Kommt euch dieser Satz bekannt vor? Genau, er stammt aus dem Klassiker ,,Diner for one“. Den haben wir uns in der Arena (auf Großbildleinwand) angeschaut und so richtig herzhaft gelacht. Danach steppte der Bär in der Jurtendisco bzw. auch davor und drumherum.
Wann sich die letzten von uns in ihre Schlafsäcke verkrümelt haben weiß ich nicht mehr, aber es war recht spät oder früh, je nachdem, wie man das sieht.
Am nächsten Morgen, vor dem Frühstück, haben wir uns in dem neuen Waschhaus auf dem Zeltplatz die Zähne geputzt.
Tja, was soll ich euch sagen, kaum saßen wir beim Frühstück (vor unseren Zelten), fing es natürlich an zu regnen und das sollte bis zum Abend so bleiben.
Gegen 10.00 Uhr wurden die Workshops verteilt. Unsere Jungs wollten die Höhlen erforschen und wir Mädels haben uns im Singen geübt. Und die Aplerbecker? Da solltet ihr besser mal in der nächsten Pizzeria nachfragen!
Um halb eins war Mittagspause. Da es immer noch regnete, haben wir vier Mädels uns in unsere Schlafsäcke verkrochen, was sollten wir auch anderes machen? Nachdem wir Julia noch einiges vorgesungen, vorgelesen und sie damit zur Verzweiflung gebracht hatten, sind wir alle eingeschlafen. Naja, und da haben wir glatt den 2. Teil unseres Workshops verschlafen.
So um 17.00 Uhr haben wir angefangen das Abendessen zu kochen. Eigentlich sollte es Spaghetti geben, naja gab es letztendlich auch, aber es hat Ewigkeiten gedauert, wir haben Unmengen von Kohle und den Benzinkocher der Huckarder (Danke noch mal) verbraucht und die Sauce wurde mit Regenwasser zubereitet. Drei Stunden später konnten wir endlich essen und ganz so schlecht hat es auch nicht geschmeckt!
Während wir unsere Spagettis verzehrt haben, hörten wir auf einmal, daß der Gottesdienst bereits begonnen hatte. Wir haben dann vor unseren Zelten Mitgesungen.
Abends spielte in der Jurte eine Band, im Rovercafé konnte man seinen Durst löschen, und da es aufgehört hatte zu regnen, konnte auch ein Lagerfeuer angezündet werden. Dieser Abend war richtig feucht fröhlich, denn leider hat es gegen zwei Uhr wieder angefangen zu regnen (ein richtiges Unwetter). Unser Zelt war zwar nicht ganz dicht, aber so gegen halb vier konnten wir dann endlich (halbwegs trocken) einschlafen.
Guten Morgen! Während ich das Leiterfrühstück genossen habe, haben die restlichen Rover vor dem Zelt lecker gefrühstückt. Anschließend war Shopvorstellung angesagt. Hatte ich eigentlich erwähnt daß unsere Jungs gestern gegen 19.30 Uhr ziemlich matschig zurück gekehrt sind?
Zurück zu Sonntag. Nachdem jede Gruppe so erzählt hatte, was sie erlebt und gemacht haben, wurde es schon Zeit die Zelte abzubauen. Das klappte sogar recht schnell, und nachdem alles in den Autos verstaut war, konnten wir die Heimfahrt antreten.
Ich muß zu meiner Verteidigung sagen, daß wir nur als letzte angekommen sind, weil Ingo unbedingt eine Pinkelpause einlegen mußte.
Ach übrigens, wir sind bei strahlendem Sonnenschein abgefahren und auch gut in Dortmund wieder angekommen.

Bis zum nächsten Rovercamp vom 18-20. August 2000!

Tanja Fuhrmann

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